PEÑISCOLA

Wegen seiner unvergleichbaren Kulisse wie aus dem Mittelalter mit seiner Burg, den typischen kleinen weißen Häusern der Fischer und Händler, kleinen romantischen Plätzen und engen Gäßchen wird diese Stadt im Meer zurecht “Perle der Orangenblütenküste” genannt.

Deshalb wurden hier auch mehrere große Filme wie “El Cid” und “Calabuch” gedreht.

Im Jahr 718 eroberten die Araber Peñiscola und bauten eine Festungsanlage auf dem 64 m hohen Berg, die erst 1235 von den Christen eingenommen werden konnte. Diese rissen die arabische Festung ab, und die Ritter des Templerordens errichteten eine Burg unter Nutzung des arabischen Wachturms Abadu.

Die sicher wichtigste historische Persönlichkeit von Peñiscola war Papst Benedikt XIII., besser bekannt als Antipapst oder Papa Luna, der im Jahr 1411 in die Burg floh und von hier aus seine Rechtmäßigkeit gegenüber der katholischen Kirche verteidigte. Seine Burg, die weit ins Meer hineinragt, ist das Wahrzeichen von Peñiscola. Sie läßt die Vergangenheit einer Stadt von Rittern und Burgzinnen wieder aufleben.

Der Name Papa Luna ist darauf zurückzuführen, daß Benedikt XIII. im Jahr 1325 als Pedro de Luna in Zaragoza geboren wurde und einer der zwölf Adelsfamilien von Aragonien angehörte. Deren Wappen, eine weiße, nach unten zeigende Mondsichel, darunter ein rotes heraldisches Feld, kann man fast überall in Peñiscola sehen: an vielen Ecken und Winkeln, Fassaden und Türen der Altstadt. Doch auch auf Weinflaschen, Postkarten, Restaurants, Hotels und vielen anderen Stellen ist der Name “Papa Luna” zu finden. Die Einwohner von Peñiscola glauben fest daran, daß der Geist des Mondpapstes noch immer in der Altstadt lebt. Erst seit 1960 ist es möglich, die Burg zu besichtigen, wo noch viel an Papa Luna und seinen Nachfolger, Papst Clemens VIII., erinnert: das Kirchenschiff mit einer sphärischen Kuppel über der Apsis, die päpstlichen Schlafzimmer und ein Thronsaal.  

Besonders ist noch zu erwähnen, daß sich auf der Halbinsel sieben Süßwasserquellen befinden, die eine ideale, natürliche Festungsanlage innerhalb der Stadtmauer darstellten, da die Bewohner immer frisches Trinkwasser hatten.

Im Jahr 1972 wurde Peñiscola zum Nationaldenkmal erklärt. Es ist nach der Alhambra von Granada das meistbesuchte Nationaldenkmal in Spanien. Nicht nur die einmalige Kulisse sowie das besondere Flair dieser Stadt macht sie zu einem beliebten Ziel für spanische Brautpaare.

Historische Bauwerke:

  • Papstburg
  • Stadtmauern
  • Fosc-Tor (Tor Philipp II.)
  • Tor Sant Pere
  • Pfarrkiche Virgen del Socorro
  • Einsiedelei Mare de Deu

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