Diesem Umstand verdankt die kleine, an einer weiten Strandbucht gelegene Ortschaft auch ihren Namen.
Das Gebiet, in dem heute der Gemeindebezirk von Vandellòs und l’Hospitalet de l’Infant gelegen ist, wurde im
Laufe der Jahrhunderte von verschiedenen Zivilisationen besetzt. Dies zeigen die verschiedenen Höhlenmalereien, die mit Levantiner Maltechnik realisiert wurden und zwischen dem siebten bis zweiten
Jahrtausend vor Christus datieren.
Die Gründung der römischen Zivilisation an diesem Ort
wird deutlich, wenn man berücksichtigt, daß dieses Gebiet von verschiedenen römischen Verkehrswegen durchquert wurde. Eine Hypothese ist die Gründung des römischen Dorfes Oleastrum in l’Hospitalet de l’Infant,
das in einigen klassischen Quellen als erster Rastpunkt der Via Augusta nach Verlassen von Tarraco (Tarragona) in Richtung Dertosa (Tortosa) beschrieben wird.
Die geographische Lage des Gemeindebezirkes,
zwischen den Gegenden des Ebro, dem Land von Tarragona und den inneren Landkreisen, ermöglichte im Laufe der Jahre, daß die Einwohner dieser Länder Verbindung mit anderen Kulturen aufnahmen und Wege
zum Austausch von Ware und Personen schufen.
Während des 19. Jh., einer Epoche von Kriegen, aus denen die Einwohner schwere Konsequenzen tragen
mußten. Die Bevölkerung versank in eine Zeit der Instabilität und niedrigem gesellschaftlichem und ökonomischem Wachstum.
Einer der herausragendsten Aspekte im letzten Viertel des 20. Jh. in l’Hospitalet de l’Infant und Vandellòs war die Ankunft der Feriengäste, die von überall kamen. Dies führte zu einer bedeutenden Nachfrage an
Dienstleistungen, so daß sich damals ein ziemlich mächtiger tertiärer Sektor entwickelte. Der Aufschwung der Tourismusbranche in den 70er und 80er Jahren stellte einen sehr wichtigen wirtschaftlichen Antrieb dar, ein
Auftrieb, der auch heute noch andauert.