Die Strömung der beiden Gewässer im Spiel mit Sand und Wellen, bildete einen riesigen
See, der schließlich die Form einer „Flasche“ (in der katalanischen Sprache „Ampolla“) annahm. Diesen Namen erhielt das einst kleine Fischerdorf, das in der Nähe der Mündung dieses Flusses entstand.
Die Entstehung des Ortes reicht bis in die iberische Zeit zurück. Doch auch Spuren der Römerzeit, wie Münzen und Amphoren, belegen die lange Geschichte von L’Ampolla. Fischfang und Schiffsverkehr spielten seit jeher
eine große Rolle. Selbst Papst Adrian ging Mitte des 16. Jh. in L’Ampolla an
Bord, um nach Rom zu reisen. 1867 bekam der Ort zusätzlich noch eine Eisenbahnstation und wurde damit den großen katalanischen Städten nähergebracht.
Auch auf andere große historische
Ereignisse kann L’Ampolla zurückblicken. So wurde im Ersten Weltkrieg im Jahr 1917 das Schiff Maxsherda von einem deutschen Unterseeboot versenkt. Die französische Regierung schenkte dem Ort
eine Bronzeskulptur als Dank und Anerkennung für die Hilfe von Schiffbrüchigen.
Während des 20. Jh. kämpfte L’Ampolla um seine Unabhängigkeit, bis am 16. Januar 1937 die Trennung von
Perelló und der Status als unabhängiger Selbstverwaltungsbezirk anerkannt wurde. Doch bereits 1938 wurden in der Verordnung von Burgos alle gesetzlichen Tätigkeiten der republikanischen Regierung verboten und somit
auch die Unabhängigkeit von L’Ampolla wieder aufgehoben. Nach dem Ende des Franco-Regimes kämpfte der Ort erneut und erhielt 1990 seine endgültige Unabhängigkeit.