DELTEBRE

Das Städtchen Deltebre ist neben dem weiter flußaufwärts gelegenen Amposta der zweitgrößte Ort im Ebrodelta und Ausgangspunkt für den Besuch des Naturparks.

Doch erst seit Anfang des 18. Jh. kann man von einer dauerhaften Kolonisierung sprechen, als die ersten Abtretungen von Ländereien des Deltas an Herren von Tortosa für die Ernte des Salzkrautes (Seifen- und Glasherstellung) und die Gewinnung von Lakritze durchgeführt wurden; die Wirtschaft wurde mit Viehzucht, Jagd, Fischfang und Salzgewinnung ergänzt.

Bekannt ist die Ansiedlung vereinzelter Zentren, bis sich gegen 1800 die Bevölkerung um die Kirche San Miguel konzentrierte. Allmählich zog es Bauern zum Flußufer, wo sie Obst und Gemüse anbauten und ihre Hütten errichteten. Daher rührt auch der Name „Hortets“ im Südbezirk von Jesús y María. Die bedeutendste Veränderung für die Bezirke La Cava und Jesús y María stellt der Bau der beiden Kanäle (vor allem der des linken) im Jahr 1912 dar: Der Reisanbau wird zur wichtigsten Wirtschaftsquelle, und es kommt zu einem Bevölkerungszuwachs der linksseitigen Deltadörfer. Die Entwicklung wird durch die Gründung der Reiskammer von La Cava im Jahre 1955, einige Jahre darauf der Reisgenossenschaft von Jesús y María, verstärkt.

Bis zur Hälfte des 19. Jh. gab es kein Gemeindewesen, und die Kommunikation mit den anderen Ortschaften war schwierig. Eine Verbindung war eigentlich nur über den Fluß mit Booten für den Warentransport und den Dampfern für die Passagiere möglich. Die eigentliche Revolution im Transportwesen kam mit der Einweihung der Eisenbahn „El Carrilet“ im Jahr 1927. Das bedeutete die Öffnung nach außen. Mit der Verbesserung der Straßen verschwanden diese Transportmittel.

Am 20. Mai 1977 trennten sich die Ortsteile Jesús y María und La Cava von Tortosa und schlossen sich zu Deltebre zusammen. Seit seiner Unabhängigkeit hat Deltebre seine Infrastruktur und Leistungen verbessert und hat ein beträchtliches Wachstum in allen Bereichen erzielt.

Sowohl im Stadtkern als auch in der Urbanisation Riumar gibt es eine gute Infrastruktur, zusätzliche Leistungen und Tätigkeiten für jeden, der hier angenehme Ferien verbringen will. Wir finden die verschiedensten Unterkunftsarten: Appartements am Meer, Hotels, Pensionen, Landhäuser, Campingplätze, Privatquartiere ..., alles, was für einen Urlaub notwendig ist und den Erwartungen entspricht.

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